Lisa

„Frage dich selbst, ob das was du jetzt tust, dich näher dorthin bringt, wo du morgen sein willst!“

Ein wohl eher sehr theatralisches Zitat, welches jedoch perfekt zu der aktuellen Situation  in meinem Kopf passt.

Jeder frischgebackene Abiturient muss sich mit der Frage beschäftigen, was er mit seinem Leben nach der Schule anfängt. Dafür reicht die Zeit nach dem Abi meist nicht aus, da ist man erstmal mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Viele wollen nicht gleich von der Schule ins Studium fallen. Zumindest war das bei mir der Fall.  Aber ein Jahr nichts tun wollte ich auch nicht. Einen ersten Schritt in Richtung Berufsleben gehen, etwas Neues ausprobieren, Erfahrungen sammeln, sich politisch bilden, Geld verdienen, neue Hürden meistern …  genügend Gründe für mich, meine Bewerbung für das FSJ Politik einzureichen und das Übergangsjahr sinnvoll zu nutzen.  Alle Stationen der Bewerbung sind mittlerweile auch erfolgreich gemeistert, und nun darf ich das kommende Jahr in meiner Wunscheinsatzstelle absolvieren.

Meine Einsatzstelle – das Sächsische Staatsministerium des Innern – lässt mich die bürokratische Seite von Politik kennenlernen.  Dabei arbeite ich zunächst im Landespräventionsrat Sachsen (LPR SN). Der LPR stellt eine übergeordnete Instanz dar, die mit staatlichen Mitteln versucht, Gewalt an Schulen oder bei Fußballspielen, Drogenmissbrauch und Rechts/- sowie Linksextremismus zu mindern und das Zusammenleben sicherer zu gestalten. Dabei kann ich an der Konzipierung von Programmen und Projekten beteiligt sein und gemeinsam mit meinen Kollegen Grundlagen für Netzwerke zwischen den Akteuren, die sich vor Ort mit den Themen der Prävention beschäftigen, schaffen.

Zusätzlich zu meiner 40-Stunden-Woche im LPR betreibe ich noch Leistungssport. Es ist schwierig beides unter einen Hut zu bekommen. Aber es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen. Und so versuche ich meine Tage optimal zu planen und einiges daraus zu lernen.

 „Je schwerer uns etwas fällt, desto größer ist die Freude, wenn es uns gelingt.“ – Deswegen kann ich dir nur raten: trau dich und wag ein FSJ Politik! Egal wie anspruchsvoll es ist (oder auch nicht), du wirst sehr viele Erfahrungen mitnehmen können.