Interview mit Pauline Schützenberger

Was hat Dich dazu bewegt, bei Spurensuche in der Jury dabei zu sein?

Im Rahmen meines FSJ Politik beim Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e.V. 2019/20 habe ich ein Spurensuche-Projekt organisiert, in dem wir uns als Projektgruppe mit einer ehemaligen Munitionsfabrik in Altenhain (bei Trebsen, Lk Leipzig) auseinander gesetzt haben. Da ich mich dafür interessiere, welche Auswirkungen politische Zusammenhänge in der Vergangenheit auf einzelne Orte oder Menschen hatten, freue ich mich sehr, in der Jury die verschiedenen Ideen für Projekte sehen zu können. Ich finde es spannend, welche kreativen und vielfältigen Projektideen von jungen Menschen und auch Bedarfe für Aufarbeitung von Geschichte es gibt.

Was verbindest du mit Spurensuche? Was macht Spurensuche für dich besonders?

An Spurensuche mag ich besonders, dass es möglich ist, historische Geschehnisse mit heutigen Themen zu verknüpfen und sich durch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auch damit zu beschäftigen, wie wir heute und in Zukunft gleichberechtigt zusammen leben können. Spurensuche ermöglicht eine Aufarbeitung von Geschichte, in den Bereichen, in denen das noch nicht passiert ist und trägt damit extrem zu einem demokratischen Miteinander bei. Durch die Recherchearbeit, das Sprechen mit Zeitzeug*innen und damit Erarbeiten der Geschichte kann meiner Meinung nach eine sehr intensive Auseinandersetzung stattfinden. Während der Teilnahme bzw. Organisation des Spurensuche-Projekts fand ich es auch cool, dass Spurensuche einen Austausch zwischen Generationen ermöglicht.

Auf welche Spurensuche wärst du selber gerne in deiner Heimat mal gegangen?

Ich hätte gern noch mehr über meinen Wohnort und den Umkreis erforscht bzw. würde darüber gern noch mehr wissen, weil das glaube ich zeigt, dass Menschenrechtsverletzungen real stattgefunden haben und somit auch wieder passieren können.