Spurensuche
14
Aug

Neutral unter der roten Fahne? Das JRK und der DDR-Staat – Dokumentationsfilm JRK Muldental

Zwischenbericht

Das Jugendrotkreuz Muldental widmet sich 2025 im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des Jugendrotkreuzes einem besonderen Projekt: einem Dokumentationsfilm zur Rolle des JRK in der DDR. Unter dem Titel „Neutral unter der roten Fahne?“ gehen unsere Jugendlichen der Frage nach, wie sich das JRK im Muldental unter den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der DDR entwickelt hat.

Gestartet sind wir im Mai mit einer Kick-Off-Veranstaltung, bestehend aus einem Filmabend in Grimma und einem Museumsbesuch im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig, der die Jugendlichen thematisch einstimmte. Von Juni bis August stand die Recherche im Mittelpunkt: Archivmaterial wurde gesichtet, alte Gruppenbücher ausgewertet und Ideen gesammelt, wie Szenen kreativ umgesetzt werden können. Parallel starteten wir einen öffentlichen Zeitzeugenaufruf.

Im August begannen die ersten Dreharbeiten. Dabei entstanden Interviews mit Zeitzeugen und Gruppenleitern sowie szenische Nachstellungen von Gruppenstunden damals und heute – mit Kostümen, Requisiten und viel Engagement der Jugendlichen. Im Oktober folgen die letzten Drehs, bevor wir gemeinsam mit unserem Medienbeauftragten die Postproduktion angehen: Schnitt, Musikauswahl und die Reflexion, welche Szenen besonders aussagekräftig sind.

Danach geht es dann in den Endspurt, denn zum 28.11.2025 soll unser Dokumentationsfilm dann im Dresdner Landtag zu den Jugendgeschichtstagen präsentiert werden. Vorgesehen ist, den fertigen Film bei der Kreisversammlung des DRK Muldental erstmals zu zeigen. Darüber hinaus wird er intern genutzt, öffentlich zugänglich gemacht und auf YouTube veröffentlicht. So soll er nicht nur zur Geschichtsarbeit beitragen, sondern auch Impulse für die heutige Jugendarbeit im Roten Kreuz setzen. Natürlich gab es auch Herausforderungen während unserer Projektarbeit. Besonders der zeitliche Aspekt und die Aufgabenverteilung war nicht immer einfach zu planen. Ausfälle durch Krankheit erschwerten manchmal den Prozess. In den Ferien hatten viele Jugendliche auch schon Termine und andere Verpflichtungen. Dennoch war und ist das Interesse an diesem Projekt ungebrochen, so dass wir bisher immer gute Lösungen und Absprachen treffen konnten. Außerdem haben wir dank unserer, den Gruppenleiter*innen des JRK Muldentals, unserem Team der Öffentlichkeitsarbeit und dem DRK Landesverband Sachsen ein großes Netzwerk an Unterstützern, die dieses Projekt möglich machen.

Träger: DRK / Kreisverband Muldental e.V.
Ort: Wurzen