Dresden wird oft mit der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg verbunden, doch was war eigentlich davor? Dieses Projekt richtet den Blick bewusst auf die Zeit des Nationalsozialismus und untersucht, welche Spuren davon bis heute in der Dresdner Altstadt sichtbar sind.
Im Mittelpunkt stehen Orte in der Dresdner Altstadt während des Nationalsozialismus. Dazu zählen Täterorte wie das Ständehaus ebenso wie Orte, die auf die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verweisen, etwa Sophienkirche oder Frauenkirche. Aus aktuellem Anlass – dem Jahr der Jüdischen Kultur – werden zudem Orte jüdischen Lebens untersucht, darunter die Alte Synagoge sowie Geschäfte und Wohnorte rund um den heutigen DenkRaum.
Da vieles davon heute nicht mehr existiert, werden Erinnerungszeichen und Fragen der Erinnerungskultur eine wichtige Rolle spielen. Die Jugendlichen recherchieren eigenständig, arbeiten mit Archivmaterialien, führen Interviews und erkunden die Stadt. Auf dieser Grundlage entwickeln sie Materialien für Stadtrundgänge, die auch von anderen genutzt werden können.
Am Ende entsteht eine Handreichung – analog und digital – die es ermöglicht, die NS-Geschichte Dresdens eigenständig zu entdecken.
Kooperationspartner sind unter anderem die Kulturwerkschule Dresden, der Politische Jugendring sowie die Christlich-Jüdische Gesellschaft.
Träger: Bürgerstiftung Dresden / DenkRaum Sophienkirche
Ort: Dresden