Wie hat sich ein Stadtteil verändert – und was hat das mit unserem Leben heute zu tun? Im Projekt erkunden Jugendliche die Geschichte eines ganzen Viertels in Chemnitz. Im Fokus steht das Brühl-Viertel: ein Ort mit bewegter Geschichte. Es war geprägt durch die DDR-Handelsstruktur, erlebte nach 1990 eine Phase des Leerstands und befindet sich seit einigen Jahren in einem erneuten Strukturwandel mit kreativer Neubelebung. Viele Kinder und Jugendliche kennen heute vor allem den aktuellen Zustand des Viertels, jedoch nicht die früheren Konsum- und HO-Läden, das Alltagsleben vor 1989 oder die Leerstandsphase der 1990er- und 2000er-Jahre.
Genau hier setzt das Projekt an. Die Jugendlichen wollen herausfinden, wie das Leben früher aussah, welche Veränderungen stattgefunden haben und was das für die Gegenwart bedeutet. Besonders spannend ist dabei der direkte Bezug: Viele Teilnehmende leben selbst im Stadtteil oder halten sich dort regelmäßig auf.
Die Jugendlichen möchten recherchieren, den Stadtteil erkunden, Interviews mit Zeitzeug*innen führen und ihre Ergebnisse medial dokumentieren. Daraus entsteht ein digitaler Stadtrundgang, der über eine App zugänglich ist.
Mit Hörbeiträgen, Quizfragen und interaktiven Stationen wird die Erinnerung an die Geschichte lebendig und spielerisch erfahrbar. So entsteht ein nachhaltiges Angebot, das auch von anderen genutzt werden kann und den Stadtteil aus einer neuen Perspektive zeigt.
Kooperationspartner ist unter anderem Radio T, das die Jugendlichen bei der Medienproduktion unterstützt.
Träger: KINDERVEREINIGUNG Chemnitz e.V.
Ort: Chemnitz