Dieses Projekt rückt Frauen in den Mittelpunkt, die Chemnitz im 20. Jahrhundert geprägt haben. Anhand ausgewählter Biografien setzen sich Jugendliche mit Themen wie Emanzipation, Widerstand und gesellschaftlichem Wandel auseinander.
Im Fokus stehen drei Frauen aus unterschiedlichen Bereichen: Bildung, Medizin und Literatur. Ihre Lebenswege zeigen, wie sie in verschiedenen politischen Systemen – vom Kaiserreich über die NS-Zeit bis zur DDR – für ihre Rechte und Überzeugungen einstanden.
Viele junge Menschen beschäftigt das Thema, weil ihre Perspektiven oft von männlich geprägten Diskursen überlagert werden. Durch die Beschäftigung mit der Geschichte schaffen sie eine Grundlage, um heutige Fragen, etwa zur Sichtbarkeit von Frauen im Stadtbild oder in Ehrenämtern, besser zu verstehen und kritisch zu hinterfragen.
Gleichzeitig trägt das Projekt zur regionalen Identität bei, indem es zeigt, dass feministische Geschichte auch in Chemnitz tief verwurzelt ist und nicht nur ein abstraktes Thema ist.
Die Jugendlichen recherchieren in Archiven, führen Gespräche und setzen sich mit literarischen und historischen Quellen auseinander. Daraus entwickeln sie einen Film, in dem sie selbst Regie führen, spielen und produzieren.
Ergänzt wird das Projekt durch Ausstellungen und Präsentationen im öffentlichen Raum, die die Ergebnisse sichtbar machen und Diskussionen anstoßen.
Kooperationspartner sind die Filmwerkstatt Chemnitz und das Stadtarchiv Chemnitz.
Träger: Kinder- und Jugendhaus Compact / Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V.
Ort: Chemnitz