Was hat ein historischer Ort mit unserem Leben heute zu tun? Im Projekt rund um das ehemalige Goehle-Werk in Dresden gehen Jugendliche genau dieser Frage nach. Sie beschäftigen sich mit der Geschichte des Ortes als Zwangsarbeitsstätte im Nationalsozialismus und schlagen den Bogen bis in die Gegenwart.
Das heutige Zentralwerk in Dresden war einst ein Ort der Rüstungsproduktion, an dem Zwangsarbeiter*innen unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten. Diese Geschichte ist bis heute wenig im öffentlichen Bewusstsein verankert und genau das wollen die Jugendlichen ändern.
Die Idee zum Projekt entstand aus einer ersten Auseinandersetzung im Rahmen einer Projektwoche. Viele Fragen blieben offen und das Interesse, tiefer einzutauchen, war groß. Besonders das Medium Radio bietet dabei die Möglichkeit, Geschichten hörbar zu machen und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.
Die Jugendlichen arbeiten eigenständig an der Entwicklung eines Podcasts. Sie recherchieren, führen Interviews mit Zeitzeug*innen und Expert*innen, nehmen Reportagen auf und gestalten die Beiträge selbst. Unterstützt werden sie dabei von Medienpädagog*innen.
Das Ergebnis ist eine Audio-Produktion, die Geschichte zugänglich macht und zum Nachdenken anregt: Wie versteht man sich als Gesellschaft und wie blickt man gemeinsam zurück?
Kooperationspartner sind das Zentralwerk e.V., die Gedenkstätte Münchner Platz sowie weitere historische Expert*innen.
Träger: Radio-Initiative Dresden e.V. in Kooperation mit Zentralwerk e.V.
Ort: Dresden