Spurensuche
02
Apr

Die Geschichte des Goehle Werkes und was das mit uns zu tun hat

Im Projekt rund um das ehemalige Goehle-Werk in Dresden setzen sich Jugendliche mit einem bislang wenig erforschten Kapitel der Stadtgeschichte auseinander: Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und deren Nachwirkungen bis heute. In Zusammenarbeit mit Historiker*innen verbinden sie historische Recherche mit Fragen nach Demokratie, Erinnerung und Verantwortung.

Der Zeitbogen reicht von 1949, dem Goehle-Werk-Prozess, über die DDR-Erzählung einer gelungenen „Entnazifizierung“, die Friedliche Revolution 1989 und die Geburtsjahre heutiger Jugendlicher bis in das Jahr 2029. So entsteht ein offener Blick auf Geschichte: Was wirkt nach? Was wird erzählt? Was bleibt unsichtbar?

Die Jugendlichen suchen SPUREN und fragen: Wie versteht man sich als Gesellschaft? Und wie blickt man gemeinsam zurück?

Die Idee zum Projekt entstand aus einer ersten Auseinandersetzung im Rahmen einer Projektwoche. Viele Fragen blieben offen und das Interesse, tiefer einzutauchen, war groß. Besonders das Medium Radio bietet dabei die Möglichkeit, Geschichten hörbar zu machen und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.

Die Jugendlichen arbeiten eigenständig an der Entwicklung eines Podcasts. Sie recherchieren, führen Interviews mit Zeitzeug*innen und Expert*innen, nehmen Reportagen auf und gestalten die Beiträge selbst. Unterstützt werden sie dabei von Medienpädagog*innen.

Das Ergebnis ist eine Audio-Produktion, die Geschichte zugänglich macht und zum Nachdenken anregt: Wie versteht man sich als Gesellschaft und wie blickt man gemeinsam zurück?

Kooperationspartner sind das Zentralwerk e.V., die Gedenkstätte Münchner Platz sowie weitere historische Expert*innen.

Träger: Radio-Initiative Dresden e.V. in Kooperation mit Zentralwerk e.V.
Ort: Dresden