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08
Dez

Sicheres Wasser für die Zukunft: Ein Gemeinschaftsprojekt für die Yanesha in Santo Domingo

Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht – doch für viele Gemeinden weltweit bleibt es ein unerfülltes Versprechen. In der indigenen Gemeinschaft der Yanesha in Santo Domingo, Peru, ist der Zugang zu sicherem Trinkwasser stark eingeschränkt. Die Region ist warm und feucht und besonders Kinder und Jugendliche leiden unter den Folgen des Wassermangels und der schlechten Wasserqualität. Wasser ist für ihre körperliche und geistige Entwicklung unverzichtbar, dennoch müssen sie häufig verunreinigtes Wasser nutzen, weil es keine verlässlichen, sicheren Versorgungssysteme gibt. Die vorhandenen Leitungen bestehen teilweise aus ungeeigneten oder sogar giftigen Materialien, und die improvisierten Sammelsysteme sind weder hygienisch noch regelkonform. Die Folge sind gesundheitliche Risiken, die von Magen-Darm-Erkrankungen bis zu chronischen Belastungen reichen – vermeidbare Gefahren, die den Alltag der Menschen bestimmen.

Das Projekt „Sicheres Wasser für alle“ vom BluoVerda e.V. setzt genau hier an. Es verfolgt das Ziel, der Gemeinschaft nicht nur dauerhaft Zugang zu sauberem und hochwertigem Wasser zu ermöglichen, sondern auch die ökologische Nachhaltigkeit zu stärken und besonders junge Menschen einzubeziehen. Denn sie sind es, die heute am stärksten unter dem schlechten Wasserzugang leiden und gleichzeitig die Zukunft ihrer Gemeinschaft gestalten. Das Projekt verbessert die Infrastruktur der lokalen Wassersysteme – von der Wassergewinnung über die Speicherung bis zur Verteilung. Dabei geht es nicht nur um technische Reparaturen, sondern um den Aufbau robuster und langlebiger Strukturen, die den Menschen in Santo Domingo dauerhaft dienen.

Gleichzeitig wird großer Wert auf den Schutz der Wasserquellen gelegt. Viele dieser Quellen sind durch mangelnde Wartung, unkontrollierte Nutzung oder fehlendes Bewusstsein gefährdet. Durch gezielte Maßnahmen, Workshops und praktische Schulungen werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den nachhaltigen Umgang mit Wasser sensibilisiert. Sie lernen, wie wichtig der Erhalt der Quellen für die Gesundheit und das Wohlergehen der gesamten Gemeinschaft ist und wie jede einzelne Entscheidung die Qualität des Wassers beeinflusst.

Das Projekt verbindet technische Lösungen mit Bildung, Empowerment und Gemeinschaftsstärkung. Es schafft Grundlagen für eine bessere Lebensqualität, indem es die Versorgung mit sauberem Wasser als Schlüssel zu Gesundheit, Bildung und sozialer Entwicklung fördert. Für die Yanesha bedeutet dies mehr als nur eine Verbesserung ihrer Infrastruktur: Es bedeutet mehr Zeit für Kinder, die nicht mehr stundenlang Wasser holen müssen, bessere Voraussetzungen für schulisches Lernen und eine Zukunftsperspektive, die nicht durch vermeidbare Krankheiten eingeschränkt wird. Indem das Projekt den Zugang zu sicherem Wasser gewährleistet und gleichzeitig Umweltbewusstsein und nachhaltige Praktiken fördert, stärkt es die Gemeinschaft auf allen Ebenen und legt den Grundstein für eine gesunde, selbstbestimmte und nachhaltige Entwicklung.