Wie wird aus einem militärischen Sperrgebiet ein Naturparadies? Im Projekt „Vom Schießplatz zur Wildnis“ gehen Jugendliche genau dieser spannenden Entwicklung nach. Sie erforschen, wie sich die Königsbrücker Heide vom Truppenübungsplatz zu einem einzigartigen Naturschutzgebiet gewandelt hat.
Dabei werfen sie einen Blick auf die bewegte Geschichte der Region: von der militärischen Nutzung über die Zerstörung von Landschaft und Dörfern bis hin zum Abzug der sowjetischen Armee und der Idee, der Natur wieder Raum zu geben. Heute gilt das Gebiet als Modell für eine sich selbst entwickelnde Wildnis.
Das Projekt greift damit auch aktuelle Themen auf: Umwelt, Nachhaltigkeit und der Umgang mit Natur. Es zeigt, dass Wandel möglich ist, und dass Entscheidungen aus der Vergangenheit bis heute Auswirkungen haben.
Die Umsetzung erfolgt vor allem als Medienprojekt. Die Jugendlichen recherchieren in Archiven, führen Interviews mit Zeitzeug*innen und Expert*innen und entwickeln daraus ein Storyboard. In einem Filmcamp setzen sie ihre Ideen filmisch um und produzieren einen Dokumentarfilm.
Das fertige Ergebnis wird öffentlich präsentiert, in der Schule, bei Veranstaltungen und online. So wird die Geschichte der Region für viele Menschen zugänglich gemacht.
Kooperationspartner sind unter anderem das Militärhistorische Museum Dresden, lokale Archive sowie der Geschichtsverein Truppenübungsplatz Königsbrück e.V.
Träger: MORAST / JuCo Soziale Arbeit gGmbH
Ort: Königsbrücker Heide / Schönfeld