Sexuelle Aufklärung – ein Thema, das jede Generation betrifft, aber sich ständig verändert. Genau das nehmen Jugendliche in Rochlitz unter die Lupe: Sie blicken auf 20 Jahre Aufklärungsarbeit vor Ort zurück und fragen, wie sich Inhalte, Methoden und gesellschaftliche Einstellungen im Laufe der Zeit gewandelt haben.
Das Besondere: Viele der Jugendlichen haben selbst an diesem Aufklärungsprojekt teilgenommen. Dadurch entsteht ein persönlicher Zugang und gleichzeitig die Neugier, mehr über die Erfahrungen früherer Generationen zu erfahren. Wie wurden ihre Eltern oder Großeltern aufgeklärt? Was hat sich verändert? Und was ist vielleicht gleich geblieben?
Die Motivation für das Projekt entstand aus genau solchen Gesprächen. Dabei wurde deutlich, dass das Thema nicht nur historisch spannend ist, sondern auch hochaktuell. Denn obwohl Informationen heute scheinbar überall verfügbar sind, zeigt sich, dass Wissen oft lückenhaft oder unsicher ist. Gleichzeitig stehen Aufklärungsangebote immer wieder in gesellschaftlichen Debatten.
Das Projekt greift diese Spannungsfelder auf und zeigt, wie wichtig fundierte, altersgerechte Aufklärung für Selbstbestimmung, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe ist. Jugendliche setzen sich kritisch mit Entwicklungen auseinander und entwickeln eigene Ideen für die Zukunft.
In der Umsetzung arbeiten sie mit unterschiedlichen Methoden: Sie analysieren alte Materialien, führen Interviews mit Zeitzeug*innen, Fachkräften und verschiedenen Generationen und vergleichen deren Erfahrungen. Die Ergebnisse werden ausgewertet, eingeordnet und in Form einer Broschüre oder eines Films dokumentiert.
Kooperationspartner sind Schulen, Fachkräfte der Jugendarbeit sowie medizinische Expert:innen.
Träger: JUGENDladen Rochlitz – Muldentaler Jugendhäuser e.V.
Ort: Rochlitz