13. Sächsische Jugendgeschichtstage (23.-24. November 2017)

Welche Spuren der letzten Jahrhunderte gibt es in meiner Region zu entdecken? Wie haben meine Eltern ihre Jugend in unserem Ort erlebt? Wie haben sich Menschen für meine Heimat engagiert? Auch in diesem Jahr haben sich 27 Jugendgruppen aufgemacht, um im Rahmen des Jugendprogramms „Spurensuche“ der Sächsischen Jugendstiftung Geschichten in ihren Heimatgemeinden und –regionen zu erforschen. Auf den bevorstehenden Jugendgeschichtstagen am 23. und 24. November 2017 im Sächsischen Landtag werden sie ihre Erlebnisse, Neuigkeiten und Erfahrungen auszutauschen, miteinander ins Gespräch kommen und neue Impulse der Jugendgeschichtsforschung erhalten.

Die Jugendgeschichtstage setzen sich immer wieder mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinander. Das aktuelle Spurensuche-Jahr widmete sich dem für das Zusammenleben unserer Gesellschaft bedeutungsvollen Thema „Freiheit“. Was bedeutete Freiheit damals? Wie lebt sich Freiheit heute? Gemeinsam möchten wir uns auch zu den 13. Jugendgeschichtstagen über dieses Thema austauschen.

Der Auftakt wird am Donnerstag, den 23.11.2017 in Form von Bildungsangeboten mit Workshops und Exkursionen stattfinden. Geplant sind u.a. Workshops mit der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, ein Zeitzeugengespräch über „Punk sein“ in der DDR und das Spiel „Bürokratopoly“ zeigt die Machenschaften des SED-Regime. Außerdem stehen eine „Actionboundtour“, eine Führung durch das Schulmuseum Dresden sowie der Besuch der Ausstellung „Das Gesicht – Eine Spurensuche“ im Hygienemuseum auf dem Programm.

Der Freitag wird mit einem Zeitzeugengespräch sowie einem Improvisationstheater beginnen und am Nachmittag ganz im Zeichen des Projektemarkts stehen. Bei der Erforschung der vornehmlich kleinen, verborgenen Geschichten sind die Spurensucher auf Erstaunliches und Skurriles gestoßen und haben aber auch zu bestürzenden Ereignissen und Einzelschicksalen aus dem Alltag von Menschen im Wandel der Zeiten recherchiert.

Zur Projektemesse, am 24.11.2017 von 13-17 Uhr sind alle interessierten Menschen herzlich eingeladen, um sich selbst ein Bild von den erforschten Schätzen der Jugendgruppen zu machen. Der Eintritt ist frei.

Für eine Teilnahme am Donnerstag, den 23.11. 2017 wird um eine Anmeldung bis zum 13.11.2017 unter spurensuche@saechsische-jugendstiftung.de gebeten.

Die Organisation der Jugendgeschichtstage erfolgt über das Programm „Spurensuche“ in Kooperation mit dem Sächsischen Landtag unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten.

Die Jugendgeschichtstage werden finanziell unterstützt durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz und im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ gefördert.

Wir bedanken uns bei unseren kooperativen und verlässlichen PartnerInnen für die Ermöglichung des vielfältigen Programms und bei den jungen Menschen für ihr Interesse, ihre Motivation und ihr Durchhaltevermögen.

„Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Die Jugendgeschichtstage sind die Plattform für den Austausch von Erfahrungen und der Präsentation von Ergebnissen der (lokal)historischen Forschung mit und durch junge Menschen. Jährlich im November werden die Jugendgeschichtstage in Kooperation mit und im Sächsischen Landtag durchgeführt und von vielen Geschichtsvereinen, interessierten Bürgern, Vertretern der Politik und vor allem von vielen Jugendgeschichtsprojekten genutzt.

Wir sind davon überzeugt, dass das Erforschen von Geschichte(n) Spaß und Leidenschaft erzeugen kann. Vom Kindertraum detektivischer Puzzlearbeit sind das Sichten uralter Dokumente und Fotografien, das Erfragen faszinierender Ereignisse und Geschichten und das Heben des historischen Schatzes als Momente der Erkenntnis nicht weit entfernt. Vergangenes bekommt Namen und Gesichter, wird greifbar und konkret. Lernen wird bereichert durch Handeln und Probieren - Lernstoff durch regionale Bezüge und Geschichten.

Die Kontaktstelle für Jugendgeschichtsarbeit verfolgt das Ziel, Initiativen, Institutionen und Organisationen, die im Bereich der historischen Forschung engagiert sind, zusammenzubringen, den Austausch zu befördern und Kooperationen anzuregen. Wir beraten und unterstützen Jugendinitiativen und Projektgruppen, die in ihrer Region ein Stück Geschichte zum Leben erwecken, historische Fakten und Spuren heben und sichern wollen.

Geschichtsprojekte als Form der schulischen und außerschulischen Bildung stellen ein wichtiges demokratisches und kulturelles Lernfeld dar. Junge Menschen, die sich in Projekten mit Heimat, Identität, historischen Veränderungsprozessen und Biografien befassen, erfahren interdisziplinäre Wissenszugänge und erwerben handlungsorientiert demokratische Kenntnisse und Fähigkeiten.

In den betreuten Geschichtsprojekten entstehen Arbeiten, die vielseitige Themen und Schwerpunkte verfolgen. Gemein ist allen, dass junge Menschen einen Beitrag zu ihrer regionalen und lokalen Erinnerungskultur leisten.