Jugendgeschichtstag in Sachsen

Welche Parallelen gibt es zwischen der Spanischen Grippe von 1918 und der aktuellen Corona-Pandemie? Was kann uns unser Jugendhaus über seine Vergangenheit erzählen? Wie war die Jugend unserer Großeltern? Was haben sie gemeinsam erlebt und wie war das Leben und die Jugend in einem anderen politischen System? Wie können wir Licht ins Dunkel um alte Gebäude in unserer Stadt und ihrer Geschichte bringen? Warum existiert keine Jüdische Gemeinde mehr in unserem Ort und wie schaffen wir es, die Erinnerung und das Gedenken an den Holocaust wachzuhalten? - Dies sind nur einige der Fragen aus den zahlreichen Geschichtsprojekten, mit denen sich Jugendliche in ganz Sachsen über acht Monate befasst haben.

Geschichte kann äußerst spannend sein, erst recht, wenn sie sich vor der Haustüre abspielt! Jährlich begeben sich junge Menschen in Sachsen auf Spurensuche und erforschen regionale und historische Ereignisse. Sie entdecken einzigartige Geschichten und zeigen Interesse für die Lebenswelten früherer Generationen. Das Förderprogramm Spurensuche will junge Menschen dazu anregen, regionale Geschichte neu zu ergründen und lebendig zu halten. Es schickt Jugendgruppen auf Spurensuche und zeigt ihnen Wege eigene Projekte zu initiieren, um sich mit den historischen Gegebenheiten ihres Lebensumfeldes auseinanderzusetzen. Mit Spurensuche unterstützen wir das freiwillige Engagement junger Menschen in Sachsen.

Wir freuen uns sehr, dass wir nun ganz offiziell und sehr herzlich zu unserem Nachholtermin des 17. Jugendgeschichtstages am 13. Mai 2022 in die Dreikönigskirche nach Dresden einladen dürfen! Die Jugendgeschichtstage 2021 konnten leider aufgrund der Pandemie im November nicht stattfinden und mussten kurzfristig abgesagt werden. Den Flyer mit allen Informationen findet ihr HIER.

Im Jahr 2021 beteiligten sich 18 Jugendgruppen am Programm Spurensuche der Sächsischen Jugendstiftung. Sie haben Geschichte aufgespürt, die so in keinem Geschichtsbuch zu lesen ist. Sie durchforsteten Dokumente, sprachen mit Zeitzeug*innen, die ihnen Auskünfte gaben über eine Zeit, die die Jugendlichen selbst nicht miterlebt haben. Knapp 300 junge Menschen haben in ihren Projekten ein Stück der Geschichte aufleben lassen und sich so für ihre Heimatregion engagiert.

Auch 2021 war wieder ein außergewöhnliches Spurensuche-Jahr. Unter der anhaltenden Pandemie bewiesen die Spurensuche-Teams Kreativität und Ausdauer, ihr Projekt trotz der Herausforderungen wie geschlossene Gedenkstätten, Archive und Museen sowie Kontakteinschränkungen bis zum Ende umzusetzen.

Wir möchten nicht versäumen, allen Jugendgruppen DANKE zu sagen: Ihr habt in euren Geschichts-Projekten geforscht und recherchiert, ihr habt Menschen kennengelernt, die euch in euren Projekten weitergeholfen haben. Ihr habt mit ganz unterschiedlichen Methoden gearbeitet, mit Zeitzeug*innen gesprochen, Modelle gebaut, Broschüren und Ausstellungen entwickelt oder Filme, Texte, Radiofeatures und Stadtrundgänge erstellt. Ihr habt euch somit für eure Region engagiert, in dem ihr geschichtliche Spuren aufgedeckt habt und die Ergebnisse den Menschen in eurem Wohnort zugänglich macht. Und ihr habt Durchhaltevermögen gezeigt! Wir möchten auch euren Projektleiter*innen danken, ohne die die Umsetzung der Projekte nicht möglich gewesen wäre, die immer den roten Faden in der Hand gehalten haben und euch motivierend zur Seite gestanden haben!

Wir bedanken uns außerdem beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt für die finanzielle Unterstützung des Programms.

Junge Spurensucher*innen entdecken regionale Geschichte in Sachsen – ein Rückblick auf den 16. Jugendgeschichtstag, der zum ersten Mal digital stattfand